Berg als Sehnsuchtsort

Exerzitien haben eine lange Tradition. Unter dem Begriff "Exercitia spiritulia" fasst die asketische Sprache des Mittelalters Übungen zusammen, die der Vertiefung des geistlichen Lebens dienen. Neben dem Gebet, der Meditation biblischer Texte und der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit, sind die Erfahrungen der Einsamkeit und Stille wesentliche Elemente dieses geistlichen Weges. Exerzitien brauchen Zeit. Die klassischen ignatianischen Exerzitien dauern vier Wochen, aber schon Ignatius hat davon abweichende Formen als legitime Adaptionen vorgesehen.

"Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge."(Reinhold Stecher)

Exerzitien werden als Einübung ins geistliche Leben sowie als dessen Vertiefung begriffen. Das Gehen und Steigen ist ein integraler Teil der Bergexerzitien. Zwei grundlegende Annahmen bilden die Voraussetzung für die Möglichkeit von Bergexerzitien:

  • Die Berge sind ein Ort, der sich in besonderer Weise für den Prozess einer spirituellen und damit immer schon existentiellen Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen Lebenswirklichkeit und Gotteserfahrung eignet. Im Sinne der Annahme einer wechselseitigen Bezogenheit und Einflussnahme von dem, was wir vorhaben und dem Ort, an dem wir es zu tun gedenken, ist es gut, den Weg der geistigen Suche durch die Berge führen zu lassen.
  • Das tägliche Unterwegssein im Gebirge, das Steigen und lange Gehen, ist eine Bewegung, die den Exerzitien-Prozess intensivieren kann. Die Atmosphäre des Bergraums sowie das Gehen und Steigen wird dafür genutzt, dass die Teilnehmenden sich ihrer momentanen existentiellen Situation bewusst werden, danach fragen, wohin Gott sie führen möchte und sich somit in die Nachfolge Jesu Christi stellen.

Die Arbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung in München und Freising e.V. bietet in Kooperation mit der Abteilung Spiritualität eine Vielzahl an Bergexerzitien an. Feste Bestandteile sind Morgenlob und gemeinsamer Tagesabschluss, biblische und spirituelle Impulse, Gehen im Schweigen, Gottesdienst und das persönliche Gesprächsangebot.

Schwierigkeiten der Touren

Die Touren unterscheiden sich deutlich im Schwierigkeitsgrad. Für die Teilnahme an allen Touren setzen wir voraus, dass Sie über solide Vorerfahrungen im Bergwandern und entsprechende Ausrüstung verfügen.

Bitte überlegen Sie sich - anhand der "Bergwandercard" - vor der Anmeldung zu einer Tour genau, ob die angegebenen  Anforderungen Ihrem konditionellen und bergtechnischen Niveau entsprechen. Die "Bergwandercard" finden Sie hier.

Zur differenzierten Bewertung des bergsteigerischen Anspruchs der verschiedenen Angebote, haben wir eine Schwierigkeitseinteilung in leichte, mittelschwere und schwere Bergwanderungen vorgenommen. Die tägliche Gehzeit kann bei allen Touren 8 Stunden betragen. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit setzen wir auch bei leichten Touren voraus.

Hier Finden Sie eine Vielzahl an Bergexerzitien

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Fußspalte 2
Fußspalte 3

Zertifiziert nach dem QualitätsEntwicklungsSystem mit Zertifizierung (QES-T) der katholischen Erwachsenenbildung in Bayern