KEB ist im digitalen Zeitalter angekommen

Bei Mitgliederversammlung 2021 Auswirkungen der Pandemie analysiert

Von Angesicht zu Angesicht, aber trotzdem getrennt durch hunderte Kilometer Datenautobahn - das ist die neue Realität aller Mitgliedsversammlungen. So saßen denn am Samstag die KEB-Mitglieder vor ihren Computerbildschirmen. Per Zoom waren sie aus Garmisch, Landshut, Fürstenfeldbruck, Freising, Mühldorf oder München zugeschaltet. "Schön, dass wir uns zumindest so wiedersehen", freute sich Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump trotzdem zur Begrüßung. "Was haben wir alles erlebt seit der letzten Mitgliederversammlung im Frühjahr 2019." Die Corona-Zeit sei anstrengend und erschöpfend, so Krump. Entsprechend groß fiel das Lob der Ordinariatsdirektorin für alle Akteure und Akteurinnen aus, die fantastische Anstrengungen unternommen hätten. "Eine ungeheure Leistung angesichts der Rahmenbedingungen", so Krump. Daraus sei Zukunftsweisendes entstanden. Die Herausforderungen sind laut Krump riesig, "die technische Umsetzung für einzelne oft schwierig". Synergien könnten und müssten ausgebaut werden. Bei aller Digitalität und bei aller Reichweite müsste die Regionalität aber trotzdem beibehalten werden.

Keine Frage, die Pandemie hat die Praxis der Katholischen Erwachsenenbildung verändert. Mit dem "Wie?" beschäftigten sich die Mitglieder in einer Impuls- und Austauschrunde. Michaela Obermeier, Geschäftsführerin des KBW Berchtesgadener Land, Benedikt Rossiwal, Geschäftsführer des Brucker Forums, und Kathrin Raps, Geschäftsführerin der Kolping-Akademie, gewährten stellvertretend für alle Einblick in ihre Erfahrungen, die sehr unterschiedlich ausfielen. So hat sich das KBW Berchtesgadener Land laut Obermeier nicht so leicht getan mit der Digitalisierung. "Die Rahmenbedingungen in unserer Region sind speziell", weiß die Geschäftsführerin. Es gebe viele ältere Menschen, Netzqualität und Know-how seien so "naja". "Die Bildungsbeauftragten sind uns völlig entglitten." Auch wenn der Umstieg auf Online-Kurse für die Berchtesgadener zuerst nicht funktioniert hat, weiß Obermeier auch Positives zu berichten. Über Video-Clips mit pädagogischen Häppchen habe man mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Kontakt bleiben können. Auch andere Formate wurden auf den Weg gebracht: die digitalen Kirchenführungen beispielsweise oder die Brotback-Challenge, die sich letztlich ganz analog in einem Heft wiederfindet. "Viele Formate werden bleiben", so Obermeier. Eine aufpolierte Homepage, kein Programmdruck und neue digitale Werbewege - "auch BGL ist im digitalen Zeitalter angekommen".

Für die Kolping-Akademie bedeutete Corona eine große Organisationsherausforderung. "Wir sind ein kleines Team", berichtete Kathrin Raps. Die Kolping-Akademie würde berufliche Fort- und Weiterbildungen anbieten, die teils über zwei bis drei Jahre dauern. Außerdem habe man Prüfungen. Das Lehrpersonal habe gut mitgespielt, wurde teils auch aus den Seminarräumen heraus angeleitet. "Wichtig war für uns, die Kunden immer auf dem Laufenden zu halten." Mit den Lockerungen würden nun auch die Nachfragen wieder steigen. Nun hofft Raps fest darauf, dass der Status Quo so bleibt - damit die Kolping-Akademie eine Zukunft hat.

"Geschmeidig" lief's in Sachen Digitalisierung beim Brucker Forum. Digitalisierung bedeute Mut zur Veränderung, so Benedikt Rossiwal. Dabei stehe und falle alles mit dem Personal, das man behutsam drängen müsse, den Schritt mitzugehen. Das Brucker Forum sei einfach losgerannt. Auf diesem Weg lerne man ständig dazu. "Das hat gut geklappt", so die Bilanz des Geschäftsführers. Zum Thema Online-Marketing habe man allerdings Nachholbedarf. Ein Workshop, den das Brucker Forum gemeinsam mit der KEB anbietet, soll hier helfen.

In einzelnen Zoom-Räumen haben sich die KEB-Mitglieder dann nochmal auf einem Padlet gemeinsam mit dem Thema "Wie verändert die Pandemie die Erwachsenenbildung?" auseinandergesetzt und dabei besonders die Punkte "Personal", "Haltung als Personal und Einrichtung", "Hardware", "Marketing" "Inhalte und Formate" sowie "Was sonst noch wichtig ist" ins Visier genommen. Dabei wurde deutlich, dass es auch weiterhin viel zu tun geben wird in der Katholischen Erwachsenenbildung - mit und ohne Corona. Zo/17.3.2021

Gemeinsam schwierige Zeiten in Angriff nehmen

Wegen der Corona-Beschränkungen fand die KEB-Mitgliederversammlung online statt. Wir griffen deshalb in unser Foto-Archiv. Das Bild zeigt den scheidenden Vorsitzenden Karl Heinz Eisfeld mit seiner Nachfolgerin Ursula Lay.

KEB-Mitglieder wählen Ursula Lay zur neuen Vorsitzenden - Karl Heinz Eisfeld verabschiedet

Zu den Klängen von "Freude schöner Götterfunke" verabschiedeten die Mitglieder der KEB am Samstag, 13. März, via Zoom ihren Vorsitzenden Karl Heinz Eisfeld. Dabei schwang Abschiedsschmerz mit, vor allem aber Dankbarkeit für das Engagement eines großen Europafreundes, der der Katholischen Erwachsenenbildung in der Erzdiözese München und Freising in den vergangenen vier Jahren immer wieder Gehör verschafft hat, wie die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Ursula Lay betonte. Ursula Lay tritt nun die Nachfolge von Karl Heinz Eisfeld an. In die Position des Stellvertreters wurde Hubert Schulze, 1. Vorsitzender des KBW Ebersberg, gewählt.

In 55 Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstands saßen KEB-Geschäftsführer Clemens Knoll und Ursula Lay mit dem scheidenden Vorsitzenden beisammen. Herr Knoll führte dazu viele Telefonate mit ihm und lernte dabei Eisfelds Fähigkeit des Hörens zu schätzen. Es sei eine wertvolle Zeit mit ihm gewesen. Zurück blieben unter anderem Wortschöpfungen wie "Z³ - Zukunft, Zuversicht, Zusammenhalt", die nicht nur eine Spielerei seien, "sondern zum Nachdenken anregen". Eisfeld ist dem KEB-Geschäftsführer als Glaubenssuchender aufgefallen. Zum Abschied gab es deshalb die Stele des Heiligen Korbinian. Knoll: "Sie bleiben ein Suchender, weil sie ein Lernender sind."

Eisfeld selbst blickt auf "eine schöne Zeit" zurück. Er habe sich wohl gefühlt - trotz Herausforderungen wie Corona oder den laufenden Förderrahmengesprächen mit der Erzdiözese. Für die KEB und ihre Mitgliedseinrichtungen wünscht er sich, dass "alle an einem Strang ziehen". Umso erleichterter ist er über das Ergebnis der Neuwahlen und die Zusammensetzung des neuen Vorstands. "Ich weiß, dass es lückenlos weitergehen kann." Eisfeld selbst will sich jetzt mehr Zeit nehmen, Großvater zu sein oder Wanderer.

Die pensionierte Volksschulpädagogin Ursula Lay ist schon seit langem in der Katholischen Erwachsenenbildung unterwegs. Seit 1992 ist sie Vorsitzende des Katholischen Bildungswerkes Traunstein, seit 2013 engagiert sie sich auch im Vorstand der KEB, zuletzt als stellvertretende Vorsitzende. "Wir sind in einer schwierigen Zeit", betonte Lay am Samstag. Dieser Herausforderung möchte sie sich stellen. Wichtig ist ihr dabei, dass "wir die KEB als ein Ganzes sehen". In die gleiche Kerbe schlägt auch ihr Stellvertreter Hubert Schulze. Der Ebersberger arbeitet im dortigen Landratsamt unter anderem im Bereich Bildung. Er möchte sich im Vorstand der KEB für eine stärkere Vernetzung einsetzen. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen."

Verabschiedet wurde bei der Mitgliederversammlung auch Peter Benthues als Vertreter der Bildungswerke. Ursula Lay sprach ihm ein herzliches Dankeschön für sein Herzblut aus. "Wir werden dich vermissen, deinen Charme und deine Einsatzfreude." Benthues selbst fiel der Abschied sichtlich schwer. Die Arbeit habe ihm immer viel Spaß gemacht und er habe viele getroffen, die genauso für die Erwachsenenbildung brennen wie er selbst.

Sein Amt als Kassenprüfer legte Toni Jais nieder, ein "unerschrockener Stakeholder für die KBW", wie Clemens Knoll in seiner Laudatio hervorhob.

Und so setzt sich der neu gewählte KEB-Vorstand zusammen: Ursula Lay (1. Vorsitzende), Hubert Schulze (stellv. Vorsitzender), Dr. Anneliese Mayer (Bischöfliche Beauftragte für Erwachsenenbildung), Bernhard Utters (Vertreter des Diözesanrats), Dr. Markus Roth (Geschäftsführer des KBW Rosenheim), Mechtild Manus (1. Vorsitzende des KBW Miesbach) und Georg Waldinger (1. Vorsitzender des KBW Mühldorf) als Vertreter der Kath. Bildungswerke, Syl­via Nazet (Vor­sit­zen­de des Bil­dungs­werks des KDFB Mün­chen und Frei­sing e.V.) als Vertreterin der Verbände, Dr. Claudia Pfrang (Direktorin der Domberg Akademie) als Vertreterin der Häuser und Franz Haider (von der Fachstelle Medien und Digitalität des EOM) als Vertreter der sonstigen Anbieter der Erwachsenenbildung. Kassenprüfer sind Sascha Rotschiller (stellv. Di­rek­tor der Ka­tho­li­schen Land­volks­hoch­schu­le Pe­ters­berg) und Manfred Wilkens (Geschäftsführer der KLB). Beratendes Mitglied des Vorstands ist weiterhin KEB-Geschäftsführer Clemens Knoll.

Z³ - Zukunft. Zuversicht. Zusammenhalt.

Blättern Sie hier rein in unsere Broschüre.

50 Jahre Katholische Erwachsenenbildung in der Erzdiözese München und Freising - dieses Jubiläum hat die KEB zum Anlass genommen, einen stolzen und dankbaren Rückblick auf fünf Jahrzehnte Bildungsanstrengungen für alle Generationen und Lebenslagen zu werfen. Gefeiert werden durfte der runde Geburtstag im vergangenen Jahr wegen Corona freilich nicht. Nun aber bietet eine Jubiläumsbroschüre auf 84 Seiten unter dem Titel "Z³ - Zukunft. Zuversicht. Zusammenhalt." allen Interessierten auf 84 Seiten einen guten Einblick in die Breite und Tiefe der Themen und Träger der Katholischen Erwachsenenbildung in der Erzdiözese.

Es wird aber nicht nur bilanziert. "Inhalt dieser Druckschrift ist auch ein nachdenklicher, teils sorgenvoller, alles in allem aber dennoch von Optimismus, Perspektive und Hoffnung getragener Blick auf zukünftige Herausforderungen", so KEB-Vorsitzender Karl Heinz Eisfeld. Seit 50 Jahren folgt die KEB laut Eisfeld dem Anspruch, selbst in scheinbar ausweglosen Situationen Zeichen der Zuversicht zu setzen und selbst dann Nähe und Zusammenhalt zu sichern, wenn die Verhältnisse dem entgegenzustehen scheinen. Entsprechend vielseitig und stets den aktuellen Bedürfnissen angepasst ist das Portfolio der KEB.

"Die vielfältigen Bildungsangebote der KEB liefern das, was der Mensch braucht: Halt und Orientierungswissen", schreibt der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Michael Piazolo, in seinem Grußwort. Die Bildungsangebote der Katholischen Erwachsenenbildung sind für Reinhard Kardinal Marx von großer Bedeutung, denn diese würden uns dabei helfen, fundierte Schlüsse aus unserer Geschichte und Tradition zu ziehen und Linien für die Zukunft zu entwickeln. Dabei attestiert Marx allen Haupt- und Ehrenamtlichen "eine große und wirksame Unterstützung für den Weg in eine gemeinsame, gute Zukunft".

Werfen Sie einen Blick in die KEB-Jubiläums-Broschüre. Und lassen Sie sich inspirieren von Bildung und Vernetzung, Erinnerungskultur und Angeboten für die Familien, von Umweltbildung, Schöpfungs-Spiritualität und vielem mehr. Wir freuen uns darauf, Sie auch weiterhin bei der Katholischen Erwachsenenbildung in der Erzdiözese begrüßen zu dürfen.

Das ideale Werkbuch für Eltern-Kind-Gruppen

Kinderliederhits zur Begrüßung, zum (Geburtstags-)Feiern, zum erleben der Jahreszeiten, zum Aufräumen und Verabschieden bietet das EKP®-Liederbuch "Ich bin da, du bist da". Dazu gibt es leicht zu lernende Fingerspiele sowie Extraseiten für Fotos, Handabdruck und Ähnliches.

Das Liederbuch kann in der KEB-Geschäftsstelle unter Tel.: 0 89/21 37-13 87 oder EMail: erwachsenenbildung(at)eomuc.de bestellt werden.

€ 6,- (D)
96 Seiten, Spiralbindung,
Illustrationen, Notensatz mit Akkorden
Erstellt von Katharina Bäcker-Braun unter Mitarbeit von Katholischen Bildungswerken im Erzbistum München und Freising.

Fußspalte 2
Fußspalte 3

Zertifiziert nach dem QualitätsEntwicklungsSystem mit Zertifizierung (QES-T) der katholischen Erwachsenenbildung in Bayern