Maria ist in unseren Kirchen sozusagen "Topmodel" - von keiner Heiligen gibt es so viele Bilder wie von ihr!
Wir erkunden, welche Überlieferungen, Glaubensüberzeugungen und spirituellen Erfahrungen dahinter stecken. Am Vormittag schauen wir in die Bibel: Was verrät das Neue Testament über Maria? Etliche Darstellungen in unseren Kirchen verdanken sich außerbiblischen Schriften; daher werfen wir auch einen Blick in apokryphe Evangelien.
Am Nachmittag besuchen wir den Freisinger Dom, der der Muttergottes (und dem heiligen Korbinian) geweiht ist. Fürstbischof Veit Adam ließ hier 1624 an den Seitenaltären Stationen vom Lebensweg Mariens darstellen: von der Ankündigung ihrer Geburt bis zu ihrem Tod. Diese Motive sind eine gute "Sehschule" für Motive, die es auch in anderen Kirchen gibt.
Außerdem besuchen wir ausgewählte Mariendarstellungen im Freisinger Diözesanmuseum, die unsere Eindrücke aus dem barocken Dom ergänzen: z.B. aus dem Mittelalter und dem 19. Jahrhundert. In der "Mary's Mantle Chapel" von Kiki Smith neben dem Diözesanmuseum betreten wir eine Marienkapelle aus dem 21. Jahrhundert.
Bei all unseren Erkundigungen berücksichtigen wir auch: Welche Herausforderungen begegnen uns bei den Menschen, die an unseren Kirchenführungen teilnehmen? Daher stellen wir uns auch Missverständlichem wie der sogenannten "Unbefleckten Empfängnis" und dem Zusammenhang von "Jungfräulichkeit" und "Reinheit", auch der "leiblichen" Aufnahme Mariens in den Himmel.
Wenn möglich, bitte eine eigene Bibel (gerne Altes und Neues Testament) mitbringen.
In jedem Fall: warme Kleidung für den Besuch im Dom!