Dieser Satz ist der zentrale Leitgedanke des EU-Programms Erasmus+. Auch die KEB München und Freising e.V. verankert unter dieser Idee das Thema Europa als festen Schwerpunkt in der Katholischen Erwachsenenbildung.
Unser Ziel ist es, die europäische Dimension des Lehrens und Lernens zu stärken, die Qualität der Bildungsarbeit stetig zu steigern und den Austausch über Ländergrenzen hinweg durch Begegnung und gelebte europäische Werte zu fördern.
Akkreditiertes Mobilitätskonsortium
Die KEB München und Freising e.V. ist im Rahmen des Programms Erasmus+ (Leitaktion 1) offiziell akkreditiert (zunächst bis zum 31.12.2027). In dieser Funktion fungiert sie als Koordinatorin eines Mobilitätskonsortiums. Ziel ist es, Organisationen im Bereich der Erwachsenenbildung dabei zu unterstützen, sich am Programm zu beteiligen und qualitativ hochwertige Aktivitäten auf koordinierte Weise durchzuführen.
Wichtiger Hinweis: Ob eine Aufnahme in das Konsortium für Ihre Einrichtung möglich ist, muss zwingend im Vorfeld mit der Erasmus+ Koordinatorin besprochen werden.
Unsere Qualitätsstandards für Lernaktivitäten
Damit die Mobilitäten eine nachhaltige Wirkung entfalten, orientieren sich alle Aktivitäten an festen Qualitätsmerkmalen:
- Transnationalität: Die Projekte sehen Interaktionen zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern vor, um den gegenseitigen Austausch und das gemeinsame Lernen voneinander zu ermöglichen.
- Struktur: Jede Aktivität zeichnet sich durch eine klare Methodik, ein fundiertes Lernprogramm sowie vorab geplante Lernergebnisse aus.
- Strategische Ausrichtung: Die einzelnen Maßnahmen tragen konsequent zu einem breiteren Spektrum unserer übergeordneten Projektziele bei.
Ziele unseres Erasmus-Plans
Unsere Aktivitäten verfolgen eine klare Strategie mit drei Kernzielen:
Ziel 1: Etablierung und Verankerung des Bildungsfelds Europa und weiterer „Zukunftsthemen“ in der Katholischen Erwachsenenbildung
Ziel 2: Europabildung als Querschnittsthema in den bestehenden Bildungsfeldern etablieren und in den verschiedenen Arbeitsbereichen, Formaten, Angeboten etc. integrieren.
Ziel 3: Qualifizierung von Multiplikator:innen im Bereich Digitale Bildung und digitale Bildungsformate
Möglichkeiten der Teilnahme – Mobilitätstypen
Folgende Formate stehen über das Konsortium offen:
| Zielgruppe |
Aktivität |
| Lernende* |
Individuelle Lernmobilität (Kurzzeit) |
| Individuelle Lernmobilität (Langzeit) |
| Gruppenmobilität |
| Personal (outgoing) |
Job-Shadowing/Hospitation |
| Lehr- oder Schulungstätigkeit |
| Kurse und Schulungen |
| Personal (incoming) |
Eingeladene Expert:innen |
| Aufnahme von Lehrkräften/Pädagog:innen in Ausbildung |
Einblicke in die Praxis: Beispiele vergangener Mobilitäten
Zahlreiche Aktive haben bereits Impulse aus dem europäischen Ausland für ihre Arbeit vor Ort gewonnen (Beispiele):
Hospitationen/Job-Shadowing:
- Aarhus, Dänemark: Im Fokus standen Strategien gegen Einsamkeit und für eine lebendige Stadtgesellschaft. Die Teilnehmenden tauschten sich über den dänischen „Einsamkeitsplan“ und die Plattform Genlyd aus, besuchten die innovative Bibliothek Dokk1 sowie das Museum Ovartaci (Schwerpunkt soziale Verantwortung) und lernten das Freiwilligenzentrum ReThinker kennen
- Mailand, Italien: Fachreferent:innen der KEB besuchten die Fondazione Culturale San Fedele. Im Fokus standen innovative Ansätze zur Zielgruppenansprache (z. B. junge Paare, Menschen mit Migrationshintergrund), Demokratiebildung sowie das Kennenlernen des Bildungsfelds „Sportethik“.
- Rom, Italien: Fachreferent:innen besuchten das Begegnungszentrum Casa Santa Maria zur Vernetzung und zum Austausch über kirchliche Erwachsenenbildung und Kinderschutz. Zudem sammelten Pilgerbegleiter:innen neue Impulse auf den Wegen der „Ewigen Stadt“.
- Wien & Salzburg, Österreich: Referentinnen der KEB München und die stellvertretende Geschäftsführung des Münchner Bildungswerks hospitierten an der VHS Wien sowie weiteren Einrichtungen und besuchten einen Fachkongress.
- Südtirol & Osttirol: Bildungsakteure besuchten das Kloster Neustift (Themen: Schöpfungsverantwortung, Bergspiritualität) sowie das Bildungshaus Osttirol (Klimaschutz, ländliche Bildung).
Kurse/Schulungen: EKP®-Leiterinnen des KBW Berchtesgadener Land bildeten sich in Südtirol weiter, während weitere Multiplikator:innen Kurse zu Themen wie „Biografiearbeit“ (Batschuns) oder „Wunde Einsamkeit“ (Wien) besuchten.
Gruppenmobilität für Lernende: Zwei Gruppen des KBW Traunstein besuchten das Franziskanerkloster in Salzburg, um Spiritualität im Zusammenleben und die Bedeutung von Ordensregeln für die heutige Gesellschaft kennenzulernen.
Eingeladene Expert:innen: Ein Experte aus Italien gestaltete in München ein Bildungsformat für italienischsprachige Paare.